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Qualität & Fortbildung

Fort- und Weiterbildung sind für uns ein Bedürfnis – um immer neue Impulse und Sichtweisen auf unsere Arbeit zu erhalten. Selbstreflexion ist eine wichtige Voraussetzung für die Arbeit mit Kindern, deshalb tauschen wir uns täglich aus.

Ein Kind in Warnweste betrachtet Blumen an einem Topf

Qualitätsmanagement

Weiterbildung, Beobachtung und Dokumentation sowie ein gutes Netzwerk sichern die Qualität unserer Arbeit.

Weiterbildung

Der Erste-Hilfe-Kurs für Kinder wird alle zwei Jahre erneuert, die Pflegeerlaubnis alle fünf Jahre. Unsere Qualifikationen finden Sie unter Über uns.

Beobachtung & Dokumentation

Wir dokumentieren den Alltag und die Entwicklung jedes einzelnen Kindes – für die Kinder, für die Eltern und für uns (siehe unten).

Gut vernetzt

Kindertagespflegepersonen arbeiten meist allein oder zu zweit, sind aber gut miteinander vernetzt – zum Beispiel beim Spielplatzbesuch, in Gesprächsgruppen oder bei Fachtagen des Jugendamts.

Wir dokumentieren, was wir tun

Die Dokumentation des Alltags und der Entwicklung jedes einzelnen Kindes ist für unsere Arbeit von großer Wichtigkeit.

  1. Für die Kinder

    Das Sprachlerntagebuch gestalten die Kinder und wir gemeinsam – mit Zeichnungen, Malereien und Fotos.

  2. Für die Eltern

    Tagesablauf und Aktivitäten werden dokumentiert und in der Info-Telegram-Gruppe sichtbar gemacht – Fotos oder Videos nur mit Einverständniserklärung der Eltern.

  3. Für uns

    Wir beobachten und dokumentieren die Entwicklung der Kinder, zum Beispiel mit Sprachlerntagebuch, Beobachtungsbögen, Videos und Fotos.

Warum Kindertagespflege?

Ein Angebot mit eigenem Profil

Die Kindertagespflege ist ein Angebot mit eigenem Profil und besonderer Qualität. Die Mischung aus Betreuung und Lernen, die Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse der Kinder und die vielen verschiedenen Erfahrungen – besonders im Freien – schaffen eine anregende Umgebung, die viele Möglichkeiten zur Entwicklung und zum Lernen eröffnet.

Den Tagesablauf und Erziehungsfragen mitbestimmen zu können, die tägliche Nähe – nicht eines von vielen, sondern Teil einer kleinen Familie auf Zeit zu sein –, macht den Reiz dieser Betreuungsform aus.

Je mehr davon zutrifft, desto besser

Es gibt eine Reihe von Merkmalen, die grundsätzlich die Chancen für eine positive Entwicklung erhöhen. Je mehr sie zutreffen, desto größer sind die Chancen für einen positiven Entwicklungsverlauf und desto geringer die Risiken für Entwicklungs- und Verhaltensprobleme.

Flexibilität in der Betreuung

Die Kindertagespflege ist ein sehr flexibles und individuelles Angebot. Nur Sie bestimmen, wer Ihr Kind betreut. Die Betreuungszeiten werden direkt mit der Kindertagespflegeperson nach Ihren Bedürfnissen ausgehandelt. Oft ist es die einzige Möglichkeit, Wochenend- und Schichtarbeit zu ermöglichen. Auch nach Kindergarten oder Schule können Kinder ergänzend betreut werden. Kinder, die eine besondere Diät benötigen, finden in der Kindertagespflege eine Betreuung, die sich individuell auf ihre Bedürfnisse einstellen kann.

Familienähnliche Strukturen

Viele Tageskinder helfen beim Kochen oder anderen Tätigkeiten im Haushalt und werden dadurch in die Privatsphäre einbezogen. Der Aufbau von Bindungen zu den anderen Tageskindern und zu den Mitgliedern der Tagesfamilie kann eine Bereicherung sein und die soziale Kompetenz fördern – besonders für Einzelkinder und Kinder Alleinerziehender. Auch das Erleben verschiedener Familiensituationen, Lebensentwürfe, Weltanschauungen und Werte kann ein Kind auf dem Weg zu einer eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit stärken. Der familiäre Rahmen bietet dabei Orientierung, Struktur und Sicherheit.

Konstanz in der Bezugsperson

Die Erfahrungen, die ein Kind in Beziehungen macht, lassen innere Bilder von Beziehungsmöglichkeiten und Selbstwirksamkeit entstehen. Die Kindertagespflege fördert konstante Bindungen, weil das Kind während der gesamten Betreuung von derselben Bezugsperson betreut wird. Eine verlässliche Beziehung zu einer vertrauten Person, die auf das Kind eingeht, lässt es Selbstvertrauen entwickeln und sich als geachtete Person erleben. So wird es unterstützt, neugierig auf die Welt zuzugehen und sich für neue Erfahrungen zu öffnen.

Bereitstellung von Entdeckungsräumen

Die Alltagspädagogik in der Kindertagespflege nutzt Situationen, so wie sie sich ergeben. So bekommt Ihr Kind Zeit und Gelegenheit innezuhalten, zu schauen und Fragen zu stellen – und es wird gehört. Viele Spaziergänge im Freien sind eine gute Grundlage, dauerhaft gesund zu bleiben: Beim Laufen, Springen, Klettern und Hüpfen werden Bewegungsapparat, Herz und Kreislauf gestärkt, was sich positiv auf die Gehirnentwicklung auswirkt. Bewegung ist ein richtiger Frohmacher. Nebenbei schulen die Spaziergänge Beobachtungsgabe, Vorstellungskraft, Konzentration und Geduld.

Kinder mit gesundheitlichen oder psychosozialen Beeinträchtigungen

Zur Betreuung und Integration von Kindern mit Beeinträchtigung und chronisch kranken Kindern ist die Kindertagespflege aufgrund der individuellen Betreuung gut geeignet. Nicht jede Kindertagespflegeperson kann solche Kinder aufnehmen, und es muss ein Antrag auf Hilfe zur Erziehung gestellt werden. Sprechen Sie Ihren zuständigen Träger der Jugendhilfe an: Er berät Sie und kann Personen mit heilpädagogischer Qualifikation empfehlen.

Qualifikation von Kindertagespflegepersonen

Jede Kindertagespflegeperson wird vom Jugendamt auf ihre Eignung überprüft und erhält nach entsprechender Einschätzung eine Pflegeerlaubnis – nur dann darf sie Tageskinder betreuen. Vor der Erteilung ist ein erweiterter Grundlehrgang zu absolvieren (Grundzertifikat, seit 2006), und die Räumlichkeiten werden auf ihre Eignung besichtigt. Begleitend zur täglichen Arbeit ist der Besuch von Fortbildungen verpflichtend; darüber hinaus kann ein Aufbauzertifikat erworben werden. Beratung erhalten Sie außerdem beim Jugendamt (Amt für Kindertagespflege) – dort auch einen Betreuungsvertrag.

Was die Chancen für eine positive Entwicklung erhöht

  • Je seltener die Betreuungsstellen in den ersten 3 Lebensjahren wechseln
  • Je kürzer die tägliche Abwesenheit von zu Hause ist
  • Je kontinuierlicher die Betreuung ist
  • Je weniger Kinder von einer Person betreut werden
  • Je kleiner die Kindergruppen sind
  • Je besser die Ausstattung der Einrichtung ist
  • Je größer die Erfahrung der Betreuungsperson mit Kleinstkindern ist
  • Je besser die Betreuungsperson ausgebildet ist – und je öfter sie sich fortbildet
  • Je besser das pädagogische Konzept ist
  • Je seltener die Bezugspersonen in den ersten drei Lebensjahren – und im Tagesverlauf – wechseln
  • Je engagierter und pädagogisch geschickter die Betreuungspersonen sind
  • Je individueller die Eingewöhnung gestaltet wird
  • Je besser die Zusammenarbeit zwischen Sorgeberechtigten und Betreuungspersonen ist

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